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Adventsgänge 2006

 
"Mit Engeln durch den Advent"

Adventsgänge 2006

Jeden Freitag im Advent um 18:30 Uhr
vor der Kirche St. Pius

ImageDer Adventsengel: Unter den Engelscharen im Himmel befand sich ein Engel, den Gott noch nie mit einer Botschaft zu den Menschen geschickt hatte. Und doch wäre der gar zu gern einmal auf die Erde geflogen, um zu wissen, wie es dort unten zugehe. Als es wieder einmal Advent wurde, sprach Gott zu ihm:" Ich weiß um deine Sehnsucht; begib dich auf die Erde zu den Menschenkindern. Zum Weihnachtsfest im Himmel aber musst du wieder zurück sein.

ImageFreudig breitete der Engel seine Flügel aus und schwebte hinunter zur Erde. Er kam in eine große Stadt und staunte über die vielen Menschen, die die Straßen bevölkerten; es war ja die Zeit der Weihnachtseinkäufe. Überall wimmelte es von Leuten, die geschäftig durch die Straßen hasteten. Alle schienen es furchtbar eilig zu haben. Als nun der Engel genauer hinsah und in ihre Gesichter schaute, erschrak er und wurde sehr traurig, denn er erblickte nur ernste Gesichter und angespannte Mienen. Kaum einer sprach mit dem anderen, keiner grüßte oder lachte. Sie taten ihm Leid. „Ich muss ihnen ein wenig zur Freude verhelfen“, dachte er. Sachte berührte er eine Frau, die mit Einkaufstaschen bepackt an Ihm vorüber wollte und sprach ihr einen freundlichen Gedanken In die Seele.

Image Da begann ihr Gesicht zu leuchten vor Freude, und sie konnte nicht anders, als ihrer Nachbarin zuzulächeln, die Ihr entgegenkam. Diese wiederum war erstaunt und erfreut von einem wildfremden Menschen so freundlich behandelt zu werden. Ihre ernsten Mienen lösten sich, und auch sie konnte nun nicht anders, als selber zu lächeln und freundlich zu sein, so pflanzte  sich Freude und Freundlichkeit fort wie eine Lichterkette und steckte die anderen an, einen um den anderen.

Als der Engel wieder In den Himmel zurückgekehrt war, erzählte er dem lieben Gott was er erlebt hatte. Da lächelte Gott ihm gütig zu und sagte:" Gut hast du das gemacht, sehr gut! Nicht Besseres hättest du tun können; denn es gibt nichts Wichtigeres und Schöneres, als Anderen Freude zu bereiten und Liebe zu schenken. Von heute an sollst du „Adventengel“ heißen!“

Heutzutage kommt kein Adventengel mehr zu den Menschen. Wir selber sollen Adventengel sein für die anderen, das heißt Freude machen und Liebe schenken, mag es auch noch so wenig sein. Immer werden dann zwei glücklich sein; derjenige, der gibt, und der, der empfängt!

Meditativer Text: Was die Engel von uns erwarten
  • Dass wir uns antreffen lassen, die Tür nicht verschließen, damit die Botschaft, die uns betrifft, uns im Innersten trifft.
  • Dass wir zuhören, nachdenken, Fragen stellen, zum Beispiel: “Wie soll dass geschehen?“
  • Dass wir großherzig werden und willig uns schenken lassen, empfangen, was aus eigener Kraft weder gehört noch gebührt.
  • Dann könnte ihr Anliegen Früchte tragen, die Nachricht lebendig werden, das Wort in uns wachsen. (Lene Mayer-Skumanz)

 
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